Einsatz vom 02.05.2006 - 15.27 Uhr
Feuerwehr Spreitenbach-Killwangen

Alarmmeldung: (Pagertext) Abklärung, in Killwangen, Würenloserstrasse, Kläranlage
Alarmierung via: KFA - Kantonale Feueralarmstelle Schafisheim
Melder: Polier der Baustelle
Datum: Dienstag, 02.05.2006
Zeit der Alarmierung: 15.27 h
Einsatzende: 16.37 h
Einsatzdauer: 1 Stunde 10 Minuten (FW Spreitenbach-Killwangen)
Einheit im Aufgebot: Konferenzgespräch / Kommandogruppe
Anzahl ausgerückte AdF: 19 AdF (Angehörige der Feuerwehr)
Einsatzart: Oelwehr

Weiteres Aufgebot 15.29 h - Kommandogruppe FW Spreitenbach-Killwangen
Techn. Hilfeleistung, in Killwangen, Würenloserstrasse, Kläranlage, Einrücken ins Magazin

15.42 h - Konferenzgespräch zwischen FW Spreitenbach-Killwangen und der FW Wettingen
Nachalarmierung, Techn. Hilfeleistung, in Killwangen, Würenloserstrasse, Kläranlage, Einrücken ins Magazin

17.11 h - FW Wettingen Gruppe 1 / FW Wettingen Wasserwehr
Einsatz mobile Oelsperre, Einrücken ins Magazin Wettingen

17.37 h - FW Wettingen Gruppe 1 / FW Wettingen Wasserwehr / FW Wettingen Gruppe 2
Nachalarmierung, Einsatz mobile Oelsperre, Einrücken ins Magazin Wettingen

Ausgerückte Fahrzeuge: ÜPF
  Schlepper mit
Oelwehranhänger

Notizen zum Einsatz
Beim Konferenzgespräch durch die KFA werden die Offiziere von Spreitenbach-Killwangen informiert, dass sich ein Oelunfall bei der Kläranlage Killwangen ereignet hat. Durch eine Fehlmanipulation bei einer Baustelle, sei Oel ins Wasser geflossen.

Erst bei der Rückfrage wurde klar gemeldet, dass mit Wasser nicht die Kläranlage selber, sondern die Limmat gemeint sei.

Umgehend wurde die Kommandogruppe der FW Spreitenbach-Killwangen alarmiert, welche mit dem Pionierfahrzeug ÜPF und dem Schlepper mit Oelwehranhänger zur Unfallstelle ausrückt.

Zur Zeit wird die Autobahn A1 auf der Strecke zwischen Neuenhof und Zürich saniert und ausgebaut. Dazu gehört auch die Brückenverbreiterung der Autobahn, welche auf der Höhe des Bahnhof Killwangen über die Limmat führt.

Vor Ort empfangen uns der Baustellenleiter, sowie der Polier des Bauunternehmens, welche über den Vorfall informieren. Bei einem Rammbock, welcher in der Mitte der Limmat massive Stützpfösten in den Grund rammte, ist das Schauglas der Oelfüllstandsanzeige zersprungen. Das heisse Hydrauliköl spritzte mit hohem Druck aus dem Tank direkt in die Limmat. Man vermute, dass etwa 40-50 Liter Oel in das Gewasser gelaufen sind. Es handle sich um biologisch, abbaubares Oel.

2 Offiziere brechen mit einem Bootsführer des Bauunternehmens auf eine Erkundungstour auf und begutachten die Situation vor Ort. In der Zwischenzeit hat die Einsatzleitung ein Konferenzgespräch mit der Feuerwehr Wettingen geführt. Die Feuerwehr Wettingen ist spezialisiert für Oelunfälle auf Gewässer.

Der Vizekommandant René Hardmeier von Wettingen rückt mit weiteren AdF's zur Unfallstelle aus und wird vom Bootstrupp am Ufer von der Ortsgrenze Neuenhof / Wettingen abgeholt. Die Flussgeschwindigkeit der Limmat ist heute mit ca. 1m/Sek. zum Glück nicht sehr schnell. Dennoch hat sich der Oelteppich auf dem Gewässer bereits bis zur Ortsgrenze Killwangen / Neuenhof fortbewegt.

Die Wettinger haben sich ein Bild des Oelfilms gemacht und den Rammbock mit dem Oeltank begutachtet. Das Bauunternehmen klärt den genauen Oeltyp ab, damit ein Einsatzentscheid gefällt werden kann.

Für die Feuerwehr Spreitenbach-Killwangen endet hier der Einsatz. Die Oelwehr auf dem Gewässer (Limmat) wird nur durch die Feuerwehr Wettingen ausgeführt. Diese führen die nötigen Mittel und haben die Ausbildung für Oelwehr auf Gewässer.

Zwischenzeitlich wurde auch bekannt, um welchen Oeltyp es sich handelt. Motorex Ökosynd 32-68, ein Oeltyp, welcher sich innert 21 Tagen biologisch abbauen soll. Da es sich mit 120 Liter Oel nun doch um eine grössere Menge handelte als zuerst vermutet wurde und die Firma Motorex das Binden und Abschöpfen des Oels empfiehlt, entschliesst sich das Kommando von Wettingen, eine Oelsperre zu errichten und die Havarie zu binden und abzuschöpfen.

Zu diesem Zweck werden die Gruppe 1 und die Wasserwehr von Wettingen alarmiert. Eine halbe Stunde später zusätzlich die Gruppe 2 als Unterstützung. Der Einsatz dauerte bis 22.30 Uhr.
Die Oelsperre bleibt bis am nächsten Tag bestehen und nach und nach wird das gebundene Oel abgeschöpft und neuer Oelbinder gestreut.
Am nächsten Tag wird laufend Oel abgeschöpft und wenn alles gut läuft, dürfte die Oelsperre am 3. Mai gegen den Abend wieder abgebrochen werden.

Im Erstaufgebot wurde auch das AfU (Abteilung für Umwelt des Kanton Aargaus) aufgeboten, welche sich vor Ort ein Bild über die Situation macht.


Kurzbericht der FW Wettingen
(www.feuerwehr-wettingen.ch)

Sperreineinbau Limmat, Stausee Wettingen:
Am Nachmittag verliert eine Baumaschine auf der A1-Baustelle Limmatviadukt Killwangen eine grössere Menge Hydrauliköl. Nach einem Augenschein der Havarie und Abklärungen über die Umweltgefährdung des Hydrauliköls entscheidet sich das Kommando, in Neuenhof die Ölsperre einzubauen. Mit Ölbinder wird das Öl im Bereich der Sperre aufgefangen und abgeschöpft

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Photos der Oelsperre in Neuenhof
Photos von Sven Imboden